Über mich


Vita

1960 geboren

1980 bis 1989  privates Gesangsstudium, Konzerttätigkeit in Deutschland und Österreich, zwei Europa Tourneen mit der Compagnia D'opera Italiana di Milano

1991 bis 1999  Festengagement am Würzburger Stadttheater als lyrischer bis dramatischer Mezzo-Sopran

1999 bis 2000  Ausbildung zur Terlusollogin

ab 2000  Tätigkeit als Gesangspädagogin

2001 bis 2012 Lehrtätigkeit an der Berufsfachschule Schauspiel München

 

bis heute:

Gesangsunterricht

Einzel-Coaching von Sängern und Musikern

Workshops in Deutschland und Österreich (Gesang und Atemtypenlehre)

Mitglied einer Atemtyp-Forschungs-Gruppe in Münche

Mitglied beim Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen

 

Auszeichnungen:

1993 Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes Würzburg

1996 Theaterpreis Würzburg

2001 Preis der Herbert Hilmann-Stiftung Würzburg (für meine künstlerischen Verdienste in Würzburg)


pädagogischer Anspruch

Ich verstehe meine Arbeit ausschließlich als Hilfe zur Selbsthilfe. Ich sage niemandem, was "richtig" ist - sondern vermittle praktische Werkzeuge, wie man vorhandenes Wissen und vorhandene Erfahrung neu einsortieren, neu strukturieren und gezielter anwenden kann. Professionelle Musiker und Sänger - und auch ambitionierte Laien - sind begabte Künstlerpersönlichkeiten, die viel Zeit, Engagement, Mühe aufgewendet haben, um ihr Potenzial zu entwickeln und Experten für ihr Instrument zu werden. Trotzdem können - z.B. bei hoher Belastung - Probleme auftauchen, für die sie innerhalb der erlernten Techniken keine befriedigende Lösung finden. Auch der Austausch mit anderen Musikern und das Verändern einzelner Parameter der Technik führt oft nur zu kurzfristigen Verbesserungen. Meine Erfahrung zeigt, dass es wichtig ist, alle Parameter aufeinander abzustimmen. Manchmal ist es z.B. vielleicht eine erlernte Zungenstellung, die nicht zum Rest der Atemkette passt - manchmal ist es eine antrainierte ungünstige Haltung am Instrument, die die Balance zwischen Atem, Haltung und Bewegung stört. Manchmal ist die Problematik aber auch sehr komplex und bedarf gemeinsamer Detektivarbeit.

 

Zusammen mit den Klienten versuche ich herauszufinden, wo es hakt - und zeige, wie alle Parameter beim einen und beim anderen Atemtyp in unterschiedlichen Muskelketten zusammenspielen. Ich lasse meine KlientInnen immer drei verschiedene Varianten (z.B. des Stehens/Sitzens/Handhaltung/Zungenposition/Lippenarbeit etc.)  ausprobieren - einmal die für den eigenen Atemtyp günstigste, einmal die für den Gegentyp - und einmal eine neutrale, die Mitte suchende Einstellung. Im mehrfachen direkten Vergleich dieser drei Varianten soll ein Gefühl dafür entstehen, was die Atmung einfacher macht, was den Körper durchlässiger macht, was den Ton freier macht. Nach und nach stellt sich ein Gefühl für eine optimale Selbstorganisation des Körpers ein.

 

Bei diesem Prozess diene ich als Spiegel und als Ideengeberin, um Wege aus festgefahrenen und teilweise ins Unbewusste abgetauchten Reflexen und Mustern herauszufinden und neue Wege zu bahnen, die an etwas anknüpfen, was viele MusikerInnen aus ihrer Kindheit oder Jugend kennen: Einfach spielen, Musik machen, Freude am Üben haben, das Instrument und den Körper als Mittel zum Aussdruck zu erleben.

 

Das Coaching ist dann erfolgreich beendet, wenn es dem Musiker/dem Sänger durch das neue Gefühl für die Zusammenhänge zwischen Atmung, Haltung und Bewegung zunehmend gelingt, Instrument und Körper in eine Balance zu bringen, die ihm das Gefühl von technischer Sicherheit und Beherrschbarkeit der musikalischen Anforderungen beim Üben und in der Auftrittssituation gibt.